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Zeigt Threema drei grüne Punkte an, ist ein Kontakt absolut sicher.
Zeigt Threema drei grüne Punkte an, ist ein Kontakt absolut sicher.(Foto: Threema)

Sicherer WhatsApp-Konkurrent: So funktioniert Threema

Nachdem bekannt wurde, dass Facebook WhatsApp kauft, ist die sichere Alternative Threema in den App-Stores an die Spitze geschossen. Schon bei der Einrichtung merkt man, dass beim Schweizer Messenger Sicherheit an oberster Stelle steht.

Er war zwar auch vor dem Facebook-Kauf nicht sicherer, aber seitdem sich Mark Zuckerbergs Netzwerk WhatsApp unter den Nagel gerissen hat, rennen Nutzer dem Messenger in Scharen davon oder probieren Alternativen aus. Besonders beliebt ist die Schweizer App Threema. Seit einigen Tagen führt sie bereits die Download-Charts im App Store und bei Google Play an. Zusätzlichen Schub erhielt Threema kürzlich, als er als einziger Messenger von Stiftung Warentest als "sicher" eingestuft wurde. Der Wechsel ist nicht kompliziert, Freunde und Bekannte, die ebenfalls zu Threema gegangen sind, schnell gefunden. So geht's:

Sehr sichere Verschlüsselung

Damit Nachrichten nur vom Empfänger gelesen werden können, nutzt Threema das Prinzip der asymmetrischen Verschlüsselung. Der Schlüssel setzt sich aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel zusammen, der auf dem Smartphone bleibt. Wird eine Nachricht gesendet, generiert Threema aus dem privaten Schlüssel des Versenders und dem öffentlichen Code-Schnipsel des Empfängers einen einmaligen Schlüssel. Außer dem Verfasser kann nur der Adressat die Botschaft mit seinem privaten Schlüssel lesen.

Öffnet man die App zum ersten Mal, muss man zunächst ein zufälliges Threema-Schlüsselpaar generieren, indem man mit dem Finger so lange über eine graue Fläche wischt, bis ein blauer Balken gefüllt ist. Wie aus den FAQ zu entnehmen ist, nutzt Threema für die Verschlüsselung die Open-Source-Bibliothek NaCL, die als sehr sicher gilt.

Danach wird die Threema-ID des Nutzers auf dem Display angezeigt. Man hat hier die Möglichkeit, seine ID mit einer Mobilfunknummer oder einer E-Mail-Adresse zu verknüpfen. Man kann so von anderen Threema-Nutzern automatisch über das Adressbuch gefunden werden. Zur Bestätigung schickt Threema eine E-Mail oder eine SMS. Außerdem kann man an dieser Stelle noch eingeben, welcher Name öffentlich angezeigt wird.

Kontakte sicher?

Der QR-Code, der bei der ID steht, dient zur sichersten Verifizierung eines Kontakts. Scannt ihn ein Threema-Nutzer ein, kann er absolut sicher sein, dass die ID echt ist. Die App zeigt dann in der Kontaktkarte neben "Sicherheitsstufe" drei grüne Punkte an. Zwei mal Orange sieht man, wenn ein Kontakt über das Adressbuch erkannt wurde, einen roten Punkt, wenn man eine Nachricht von einem Unbekannten erhält. Um selbst Kontakte hinzuzufügen, kann man auch eine ID manuell eintippen.

Über eine Backup-Funktion kann die ID zwar auf andere Geräte übertragen werden. Allerdings ist es vorerst nur möglich, mit einem Smartphone oder Tablet eingeloggt zu sein. Wechselt man von Android zu iOS oder umgekehrt, muss man die App erneut kaufen.

Die Bedienung des Messengers ist einfach, der Funktionsumfang noch nicht so groß wie bei WhatsApp. Man kann Text, Fotos oder Videos schicken und Gruppen-Chats halten. Nachrichten verschickt man entweder, indem man einen Kontakt auswählt und dann auf "Nachricht senden" tippt oder man steuert unter "Nachrichten" oben recht das Verfassen-Symbol an. Dann ist es auch möglich, Nachrichten an eine Gruppe zu schicken. In der Android-App ist etwas mehr möglich. Dort tippt man auf die drei Punkte oben rechts, wählt "Neue Gruppe" und kann dann einen Namen eingeben, ein Bild zuordnen oder einen Gruppenadministrator bestimmen. Auch die Nachrichten speichert Threema auf den Geräten verschlüsselt ab.

Quelle: n-tv.de

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