Technik

Musik-Community DJParty.fm startet: Tanz der 3D-Avatare

Neue Plattform fürs gemeinsame Musikhören im Netz: Fünf Monate nach dem Aus von Turntable.fm in Deutschland geht jetzt DJparty.fm an den Start. Auch hier kommt die Musik per Streaming direkt aus dem Internet. Der Betreiber verbindet dies mit einem Chat.

Musik hören, selbst Songs auflegen, chatten und die Musik der anderen bewerten - das tut man bei DJParty.fm in selbst gestalteten Räumen mit 3D-Effekt.
Musik hören, selbst Songs auflegen, chatten und die Musik der anderen bewerten - das tut man bei DJParty.fm in selbst gestalteten Räumen mit 3D-Effekt.

Musik hören und Chatten mit 3D-Avataren: Beides verbindet eine Internet-Plattform, die in dieser Woche an den Start geht. Auf DJparty.fm treffen sich die Nutzer in virtuellen Räumen und bestimmen abwechselnd, welche Musik dort gespielt wird.

Für diese Internet-Nutzung in Form von Streaming zahle der Betreiber, die Cooee GmbH mit Sitz in Kaiserslautern, auch Gebühren an die Verwertungsgesellschaft Gema, sagte Geschäftsführer Alexander Jorias.

Seine Spielfigur kann man frei wählen - und nach dem eigenen Geschmack ausstatten.
Seine Spielfigur kann man frei wählen - und nach dem eigenen Geschmack ausstatten.

Ein ähnliches Projekt, turntable.fm, kann inzwischen nur noch in den USA gehört werden, die Nutzung in Deutschland wurde aus Lizenzgründen im Juni eingestellt. Beim Streaming werden Musik oder Videos über das Internet gesendet, ohne dass eine Möglichkeit zum Speichern vorgesehen ist. Die urheberrechtliche Bewertung von Streaming ist umstritten. "Wir haben das sehr genau prüfen lassen", sagte Jorias.

"Wir bieten keine Musik on demand, unser Angebot ist wie Radio", sagte Jorias. Wenn ein Nutzer eine Playlist anlege, werde die Musik nur kurz angespielt, 29 Sekunden lang. Zudem dürfen bestimmte Titel nicht zu oft hintereinander aufgelegt werden. Die vom DJ gespielten Songs können von anderen Nutzern bewertet werden; so ergibt sich eine Rangliste für die verschiedenen Titel.

Das in sieben Sprachen umgesetzte Angebot wird von drei Dienstleistern bereitgestellt - Grooveshark, YouTube und Soundcloud. Gerade über Soundcloud "findet man dann auch Musik, die man so noch nicht im Radio gehört hat", sagte Jorias.

Einnahmen aus Verkauf virtueller Güter

Einnahmen erzielt der Betreiber mit dem Verkauf virtueller Güter wie Bekleidung für die Avatare oder Gegenstände für die Gestaltung der Räume. Dieses Konzept liegt auch dem bereits 2009 gestarteten Club Cooee zugrunde. Die Zahl der Nutzer, die sich dort aus aller Welt tummeln, liegt nach Angaben des Betreibers im Millionenbereich.

Quelle: n-tv.de

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