Mittwoch, 12. August 2009
Wie ätzend ist das denn?: Twitter-PR aus dem Kreißsaal
Dank des Kurzbotschaften-Dienstes im Internet haben tausende Twitter-Fans die Geburt des Babys von Mitgründer Evan Williams "live" miterleben können. "Lieber Twitter, habe Fruchtwasser verloren. Zurzeit messe ich mit Hilfe meines iPhones meine Wehen", schrieb Williams' Frau Sara Morishige am Montagabend an die 14.000 Menschen, die ihren Blog verfolgen. Eine Stunde später twitterte sie: "Die Wehen zu messen, machte Spaß - bis sie anfingen, weh zu tun."
Am Dienstagmorgen erfuhr Saras Twitter-Gemeinde, dass die werdende Mutter das vorletzte Zimmer im Krankenhaus ergattert hat. Wenige Stunden später folgte nur noch ein knappes: "Peridural-Anästhesie - immer her damit". Dann übernahm der künftige Vater die Sendung der Kurzbotschaften: "Operation 'Start' immer noch im Gange, nach meinem Geschmack ein bisschen zu langsam. Genau genommen gilt das aber für alle wichtigen Starts." Wenige Stunden später dann kam die erlösende klassische Botschaft von der Geburt eines "perfekten kleinen Jungen, 3,6 Kilo schwer, 53 Zentimeter lang". Mutter und Baby seien wohlauf, "alles lächelt". Kann PR ätzender sein?
akl/AFP
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