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Die Fritzbox 7490 ist das Flaggschiff in AVMs Router-Flotte.
Die Fritzbox 7490 ist das Flaggschiff in AVMs Router-Flotte.(Foto: AVM)

Router im Vergleich: Welche Fritzbox ist die richtige?

Eine neue Fritzbox muss her, aber welche soll es sein? AVM bietet inzwischen von günstig bis teuer über ein Dutzend Router an. Ein Vergleich zeigt, welches Gerät für welche Nutzer das richtige ist.

Der sogenannte Routerzwang ist bald Geschichte. Nachdem der Bundesrat Ende November einem Entwurf des Bundestags zugestimmt hat, sollte das entsprechende Gesetz ungefähr Mitte dieses Jahres in Kraft treten. Viele Nutzer werden spätestens dann zu einer Fritzbox greifen, denn die AVM-Geräte sind in Deutschland die beliebtesten Router. Bevor man kauft, sollte man aber gut überlegen, welche Funktionen benötigt werden. Denn der Berliner Hersteller bietet viele verschiedene Fritzboxmodelle an, die je nach Ausstattung zwischen 50 und 250 Euro kosten. In den kommenden Monaten kommen weitere hinzu. "PC Welt" hat die Geräte für eine Kaufberatung verglichen.

Günstige Grundausstattung

Die Fritzbox 4020 ist deutlich kleiner als die 7490.
Die Fritzbox 4020 ist deutlich kleiner als die 7490.(Foto: AVM)

Die Fritzbox 4020 ist das günstigste Gerät. Sie ist nur ein einfacher WLAN-Router und besitzt kein eigens DSL-Modem. Daher benötigt sie für die Internetverbindung ein vorhandenes Gerät. Die Box kann außerdem mit eigenem IP-Adressbereich ein vorhandenes WLAN nutzen oder andere Geräte ins Netz einbinden. Sie ist gut geeignet für Nutzer, die einen Festnetzanschluss haben und ein altes DSL-Modem weiternutzen möchten. Allerdings fehlt Gigabit-LAN, im WLAN funkt sie nur auf der vielgenutzten Frequenz von 2,4 Gigahertz und mit n-Standard. 5 Gigahertz und den schnelleren ac-Standard unterstützt sie nicht und auch USB 3.0 hat die kleine Fritzbox noch nicht an Bord.

Schnell und komplett

Alles, was der kleinsten Fritzbox fehlt und noch mehr, bietet das fast 200 Euro teure Spitzenmodell 7490. Es ist unter anderem für die Internet-Autobahnen mit ADSL2+ oder VDSL geeignet und funkt gleichzeitig in zwei WLAN-Netzen - auch in AC-Geschwindigkeit. Außerdem kann sie als Telefonanlage und DECT-Basis dienen. VoIP- oder HD-Telefonie beherrscht sie ebenfalls. Es ist der perfekte Router für Menschen, die ausschließlich über ihren Highspeed-Anschluss kommunizieren.

Wer auf die Telefoniefunktionen verzichten kann, ist auch mit der 50 Euro günstigeren Fritzbox 3490 bestens bedient. WLAN-AC mit Übertragungsraten von bis zu 1300 MBit/s kann die Fritzbox 3390 zwar nicht. Ansonsten steht sie aber der 3490 mit doppeltem WLAN im 2,4- oder 5-Gigahertz-Band, vier Gigabit und zwei USB-Anschlüssen in nichts nach. Sie ist für rund 110 Euro zu haben.

Die nagelneue Fritzbox 6820 LTE.
Die nagelneue Fritzbox 6820 LTE.(Foto: AVM)

Nutzer, die zusätzlich Telefoniefunktionen wünschen, finden in der Fritzbox 7360 ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Sie kostet rund 135 Euro. Wird VDSL nicht benötigt, reicht die ansonsten gleich ausgestattete, aber 30 Euro günstigere Fritzbox 7330 aus.

IP-Spezialist

Die Fritzbox 7430 ist der Spezialist für den IP-basierten Telefonanschluss der Telekom. Sie bietet eine Telefonanlage für bis zu sechs DECT-Mobiltelefone und ein analoges kabelgebundenes Telefon. Gigabit-LAN gibt's bei ihr aber nicht und sie hat nur einen USB-Anschluss.

Für Regionen ohne Internetanschluss oder für Reisen bietet AVM LTE-Router an. Frisch auf den Markt gekommen ist die Fritzbox 6820 LTE. Sie bietet unter anderem mobiles Internet mit bis zu 150 MBit/s, WLAN N im 2,4 GHz-Band mit bis zu 450 MBit/s und funkt in allen deutschen und europäischen Mobilfunknetzen. Auch ein Gigabit-LAN-Anschluss ist an Bord. Das Gerät kostet knapp 200 Euro. Etwas langsamer, aber dafür mit Telefoniefunktionen ausgestattet ist die Fritzbox 6810 LTE für rund 185 Euro.

LTE statt DSL

Mit 2,4- und 5-GHz-WLAN, vier Gigabit-LAN-Anschlüssen und einer USB-Buchse hat die etwa 245 Euro teure Fritzbox 6840 LTE noch etwas mehr zu bieten. Außerdem kann sie als Mediaserver dienen. Sie überträgt Daten aber nur mit maximal 300 MBit/s. Zum fast gleichen Preis hat AVM außerdem die Fritzbox 6842 im Sortiment. Sie bietet allerdings kein 5-Gigahertz-WLAN und hat nur einen Gigabit-LAN-Anschluss plus drei herkömmliche LAN-Anschlüsse.

Wenn die Kabel-Anbieter keine Router mehr aufzwingen dürfen, können sich die Kunden selbst eine Fritzbox anschaffen. Das hat unter anderem den Vorteil, dass sie aktuelle Firmware-Updates erhalten. Das Spitzenmodell ist hier die Fritzbox 6490 Cable, die im Prinzip die gleiche Ausstattung wie die Fritzbox 7490 hat. Den künftigen Preis hat AVM noch nicht genannt.

AVM bietet auch selbst einen Produktvergleich an, bei dem man schnell sehen kann, ob eine Fritzbox die gewünschten Ausstattungsmerkmale hat.

Quelle: n-tv.de

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