Technik

Vorverkauf hat begonnenWindows 7 OEM heiß begehrt

15.10.2009, 11:35 Uhr
imageKlaus Wedekind

Der offizielle Verkaufsstart von Windows 7 ist zwar erst am 22. Oktober, aber die wesentlich günstigeren System-Builder-Versionen (OEM) sind schon jetzt zu haben. Die Nachfrage ist groß und diesmal auch die Vorräte der Händler.

Der offizielle Verkaufsstart von Windows 7 ist zwar erst am 22. Oktober, aber die wesentlich günstigeren System-Builder-Versionen (OEM) sind schon jetzt zu haben. Die Nachfrage ist groß und diesmal auch die Vorräte der Händler.

Alternate berichtet von einem regelrechten Ansturm. Rund 1000 Kunden seien am 13. Oktober beim Lagerverkauf in Linden gewesen, teilt der Online-Computershop mit. Kein Käufer sei leer ausgegangen.

Fast 50 Euro günstiger

Alternate-Vorverkauf
Beim Alternate-Lagerverkauf herrschte großer Andrang. (Foto: Alternate)

Die Kunden sind zu verstehen. Schließlich kostet Windows 7 Home Premium als SB oder OEM bei Alternate nur rund 78 Euro (plus Versandkosten), die so genannte Vollversion dagegen knapp 120 Euro. Winner Computer bietet das Billig-Windows sogar für rund 71 Euro an.

Microsoft weist zwar darauf hin, dass die OEM-Betriebssysteme keinen Support oder andere Dienstleistungen beinhalten, aber gerade weil Windows 7 auch bei der Installation so wenig Zicken macht, ist dies kaum als echter Mangel zu betrachten. Gegenüber Computer Reseller News gab Microsoft an, dass das Angebot an OEM-Software begrenzt sei und es sich bei der angebotenen Ware nur um "Einzelfälle" handele. Das darf aber mehr als bezweifelt werden. Alternate schreibt beispielsweise, man habe "sich mehr als ausreichend" bevorratet. Und: Es wird auf jeden Fall Nachschub geben.

Qual der Wahl

System-Builder-Versionen eines Betriebssystems werden an Hersteller und Händler abgegeben, um sie zusammen mit einem Rechner zu verkaufen. Deutsches Recht gestattet aber, sie auch ohne Computer abzugeben. Im Unterschied zu Vollversionen beinhalten Windows-7-OEMs keinen 90-tägigen Support, und das Handbuch fehlt. Während diese beiden Punkte kaum ins Gewicht fallen, ist die dritte Einschränkung für den einen oder anderen Anwender durchaus ein Problem. Denn während die Vollversion die 32-Bit- als auch die 64-Bit-Variante enthält, wird die OEM entweder als 32-Bit- oder als 64-Bit-Version verkauft. Wer da allerdings genau weiß, was er möchte, kann unbesorgt zugreifen und eine Menge Geld sparen.