Technik

Microsoft widerspricht Marktforschern : Windows 8 kommt an

Windows 8 soll Microsofts Vormachtstellung im PC-Geschäft sichern und dem Software-Riesen die Tür in den boomenden Tablet-Markt öffnen. Nach Skepsis von Marktforschern versichert der Konzern, die Software verkaufe sich zumindest so gut wie der Vorgänger Windows 7.

Das neue Windows 8 wird nicht so schnell angenommen wie die Vorgänger, behaupten Marktforscher. Microsoft widerspricht.
Das neue Windows 8 wird nicht so schnell angenommen wie die Vorgänger, behaupten Marktforscher. Microsoft widerspricht.

Das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 hat sich seit dem Start Ende Oktober insgesamt 60 Millionen Mal verkauft. Damit liege es etwa gleichauf mit den damaligen Verkäufen des Vorgängers Windows 7 vor drei Jahren, erklärte Microsoft in einem Firmenblog. In die Summe fließen sowohl Verkäufe neuer Geräte als auch die Aktualisierung vorhandener Systeme ein.

Die Veröffentlichung der Zahl darf als Antwort Microsofts auf die Aussagen von Marktforschern verstanden werden, die Windows 8 zuletzt einen schleppenden Start bescheinigten. So ermittelten Analysten der NPD Group, dass im November in den USA sogar weniger Windows-Computer als vor einem Jahr verkauft worden seien. In Deutschland lag der Marktanteil von Windows 8 unter den Web-Nutzern im vierten Quartal nach dem offiziellen Start am 26. Oktober laut der Webanalyse-Firma Webtrekk bei 0,56 Prozent.

Der Vorgänger Windows 7 lief Ende 2009 nach der Markteinführung im Herbst bereits auf 3,3 Prozent der Computer. Auch international kommt Windows 8 deutlich langsamer voran. Nach Zahlen des Analyse-Spezialisten Net Applications lief das neue Microsoft-System im Dezember auf 1,72 Prozent der Personal Computer. Drei Jahre zuvor waren es bei Windows 7 bereits 5,8 Prozent gewesen.

Einen Flop kann sich der Software-Konzern aber nicht leisten: Mit Windows 8 will Microsoft einen Fuß ins boomende Geschäft mit Tablet-Computern und Smartphones setzen, in dem bislang Apple sowie Google mit seinem Android-System den Ton angeben.

Ende November - vier Wochen nach dem Start von Windows 8 - hatte Microsoft-Managerin Tami Reller die Verkäufe auf 40 Millionen beziffert. Microsoft drückt seine wichtige Software noch bis zum 31. Januar mit Kampfpreisen in den Markt: Ein Upgrade kostet derzeit in Deutschland knapp 30 Euro. Marktexperten rechnen aber damit, dass die meisten Nutzer erst mit dem Kauf neuer Geräte auf das nächste Windows umsteigen. Der PC-Absatz lief zuletzt schleppend, weil die Verbraucher Smartphones und Tablets viel attraktiver finden. Die Branche hofft aber, sie mit neuen Konzepten wie Hybrid-Geräte mit Notebook- und Tablet-Funktionen anziehen zu können. Hier sollen die Touch-Fähigkeiten von Windows 8 ins Spiel kommen.

Quelle: n-tv.de

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