Technik
Hat das iPad Pro viele Anschlussmöglichkeiten, die Apple seinen Tablets bisher vorenthält?
Hat das iPad Pro viele Anschlussmöglichkeiten, die Apple seinen Tablets bisher vorenthält?(Foto: Tinhte.vn)

Macht Apple Microsoft nach?: iPad Pro soll USB-Anschlüsse haben

Apple erwägt angeblich, das "iPad Pro" mit USB-Anschlüssen zu versehen. Kommt es so, wird man sich bei Microsoft ein Grinsen nicht verkneifen können. Denn das Gerät könnte letztendlich dem Surface Pro 3 sehr ähnlich, aber nicht ebenso praktisch sein.

Falls es tatsächlich noch auf den Markt kommt, könnte das sogenannte "iPad Pro" ganz anders aussehen als bisher erwartet. Das "Wall Street Journal" berichtet, Apple habe seinen Zulieferern mitgeteilt, dass die Produktion des 12,9-Zoll-Tablets erst in der zweiten Jahreshälfte anlaufen werde. Laut Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" soll dies "um den September herum" sein. Anfangs erwarteten Analysten und Insider eine iPad-Pro-Premiere in diesem April, zuletzt ging man noch von einem Termin im zweiten Quartal des Jahres aus.

Der Grund für die erneute Verschiebung ist offenbar, dass Apple sich noch nicht ganz entschieden hat, wie das Riesen-iPad ausgestattet sein soll. Da es vor allem für den beruflichen Einsatz gedacht ist, reichen Touch-Bedienung und Lightning-Connector nicht aus. Daher soll bereits ein Eingabestift zusammen mit dem XXL-Tablet auf den Markt bringen.

iPad Pro wie Surface Pro?

Die Quellen des "Wall Street Journal" sagen, Apple erwäge jetzt sogar, das iPad Pro mit USB-3.0-Anschlüssen auszustatten. Damit wäre es beispielsweise möglich, externe Festplatten an das Gerät anzuschließen. Aktuelle iPads besitzen nicht mal einen herkömmlichen USB-2.0-Port. Doch Apple ist offenbar bereit, das iPad Pro noch weiter in Richtung Notebook-Ersatz zu entwickeln. Laut "Wall Street Journal" wird es eventuell sogar möglich sein, an das Tablet Tastaturen oder Mäuse anzuschließen. Außerdem soll Apple daran arbeiten, die Ladegeschwindigkeit zu erhöhen.

Wird das iPad Pro tatsächlich mit Stylus, USB-3.0-Ports und der Möglichkeit, Keyboards und weitere Ein- oder Ausgabegeräte anzuschließen, auf den Markt kommen, wäre es nicht das erste Produkt dieser Art. Für die Windows-Tablets ist so eine Ausstattung keine Besonderheit, vor allem für Microsofts Flaggschiff Surface Pro 3. Beim diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona wurde das 12-Zoll-Gerät von Veranstalter GSMA als bestes Tablet ausgezeichnet. Aber das Surface und andere Windows-Tablets hat in Sachen Produktivität noch einen weiteren Vorteil gegenüber iPads oder Android-Geräten, den Apple auch nicht mit einem Pro-Modell wettmachen kann: Es ist voll mit herkömmlichen Windows-Computern kompatibel, die immer noch in den meisten Unternehmen genutzt werden. Mit Windows 10 und den universellen Apps kann Microsoft im Herbst diesen Vorsprung sogar noch ausbauen. Es wird für Apple nicht leicht, das iPad Pro zum Erfolg zu machen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen