Technik
Die Bilder des angeblichen iPhone 6 sollen von einem Monitor in den Foxconn-Werken abfotografiert worden sein.
Die Bilder des angeblichen iPhone 6 sollen von einem Monitor in den Foxconn-Werken abfotografiert worden sein.(Foto: Weibo.com)

Sehr flach und aus Aluminium: iPhone 6 schon enttarnt?

Im Internet kursieren Fotos, die angeblich das Gehäuse des iPhone 6 zeigen. Sie decken sich weitgehend mit Konstruktionsplänen, die kurz zuvor aufgetaucht sind. Erlebt Apple jetzt das gleiche Leak-Desaster wie im vergangenen Jahr?

Nachdem Apples aktuelle iPhones und iPads schon Monate vor ihrer Premiere komplett durchgeleakt waren, scheint es durchaus möglich zu sein, dass die Fotos, die im chinesischen Mikroblogging-Dienst Weibo veröffentlicht wurden, tatsächlich das Gehäuse des kommenden iPhone 6 zeigen. Sie wurden angeblich in einem chinesischen Foxconn-Werk gemacht.

Diese Baupläne passen zu den Fotos, die das iPhone 6 zeigen sollen.
Diese Baupläne passen zu den Fotos, die das iPhone 6 zeigen sollen.(Foto: Mac Fan)

Genau genommen wurde ein Computerbildschirm abfotografiert, auf dem ein Konstruktionsplan und mögliche Prototypen zu sehen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den Fotos um Fälschungen handelt, ist zwar sehr hoch, ein Aprilscherz sind sie allerdings nicht, sie wurden bereits einen Tag vorher bei Weibo.com veröffentlicht.

Die Bilder zeigen ein Smartphone, dessen rundes Design denen der aktuellen iPads ähnelt. Das angebliche iPhone 6 ist dabei extrem flach und sein Gehäuse offensichtlich fast komplett aus Aluminium. Um trotzdem einen Antennenempfang zu ermöglichen, gibt es ähnlich wie beim HTC One oben und unten feine Kunststoff-Aussparungen im Metall. Offenbar weil das Gerät so flach ist, steht die Kamera etwas hervor. Die Vorderseite, die Gerüchten zufolge ein Display mit rahmenlosen Seiten haben könnte, ist nicht zu sehen.

Alles original oder abgekupfert?

Die verschwommenen Fotos passen gut zu Bauplänen, die die französische Webseite "Nowhereelse.fr" vom japanischen Magazin "Mac Fan" hat. Ohne den hervorstehenden Kameraring zu berücksichtigen, ist das dort abgebildete iPhone 6 nur 6,7 Millimeter dick. Die Franzosen haben vom für "Gerüchte-Studien" bekannten Designer Martin Hajek einige 3D-Renderings anfertigen lassen. Er hat sich allerdings für eine gläserne Rückseite entschieden, die einen Metallrahmen hat, der etwas an Nokias Lumia 925 erinnert.

Ob Baupläne und Fotos aus verschiedenen Quellen stammen oder die Bilder aufgrund der Pläne gefälscht wurden, ist natürlich völlig offen. Verdächtig ist aber, dass das "iPhone Air" von Weibo.com anderen Studien von Martin Hajek ähnelt, die Leaker Sonny Dickson als mögliches iPhone 6 verkaufte. Andererseits wäre es konsequent, wenn Apple auch beim iPhone das gelungene Design seiner iPads übernehmen würde. Die meisten Kommentare zu den jüngsten Fotos und Renderings sind jedenfalls sehr positiv.

Vorerst nur ein iPhone mit 4,7-Zoll-Display

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf eine anonyme Quelle, die Massenproduktion der Displays für das kommende iPhone laufe im Mai bei Japan Display, Sharp und LG an. Die Bildschirme sollen in der sogenannten In-Cell-Technologie gefertigt werden, bei der die Touch-Funktion direkt in das LCD integriert ist und keine zusätzliche Schicht benötigt. Dadurch sind die Displays deutlich dünner als herkömmliche Touchscreens. Da die Produktion der Bildschirme problematisch sei, habe sich Apple dazu entschlossen, zunächst nur ein Modell mit 4,7 Zoll großem Display zu produzieren, schreibt Reuters. Die Herstellung von iPhones mit 5,5-Zoll-Bildschirmen verzögere sich um mehrere Monate, möglicherweise verwende Apple beim "iPhablet" auch herkömmliche Touchscreens.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen