Apple kauft SpezialfirmaiPhone 8 erhält wohl Gesichtserkennung

Beim iPhone 8 könnte der Fingerabdruckscanner durch eine Gesichtserkennung ergänzt oder sogar ersetzt werden. Warum sollte Apple sonst eine israelische Spezialfirma für diese Technik kaufen?
Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das iPhone 8 keinen herkömmlichen Home-Button mehr haben. Zumindest eins der kommenden Geräte soll ein völlig neues Design haben, bei dem das Display fast die komplette Front einnimmt. Bisher galt es am wahrscheinlichsten, dass Apple für die Umsetzung die Touch ID ins Display integriert, doch offenbar hat das Unternehmen andere Pläne oder der Fingerabdrucksensor bleibt nicht die einzige Möglichkeit, den Nutzer sicher zu identifizieren. Denn "The Times of Israel" berichtet, Apple habe das örtliche Start-up-Unternehmen Realface gekauft, das auf Gesichtserkennung spezialisiert ist.
Nicht so sicher wie eine PIN
Im Youtube-Video arbeitet die Realface-Software schnell und unkompliziert auf einem iPhone. Um einen Nutzer zu registrieren, genügt es, ein Foto seines Gesichts mit der Frontkamera aufzunehmen. Danach kann man mit den biometrischen Daten Apps oder Smartphones entsperren. Das Prinzip ist nicht neu, unter anderem ist die Gesichtserkennung schon seit längerem eine Smart-Lock-Funktion bei Android-Smartphones. Google weist bei der Einrichtung darauf hin, dass die "Gesichtserkennung nicht so sicher wie eine PIN oder ein Passwort" ist. "Jemand, der dir ähnlich sieht, könnte dein Smartphone entsperren."
Betrachtet man das Realface-Video, scheint die israelische Technik nicht wirklich raffinierter zu arbeiten - selbst wenn sie genauer wäre als Googles Lösung. Sie dürfte jedenfalls kaum den Ansprüchen genügen, um die Touch ID zu ersetzen, mit der Nutzer nicht nur das Gerät entsperren, sondern unter anderem auch Einkäufe verifizieren können. Apple wird die Realface-Software also eher als Basis nutzen, um für Nachfolger des iPhone 8 eine wirklich sichere Gesichtserkennung zu entwickeln, eventuell mit einem fälschungssicheren Iris-Scanner kombiniert. Möglich ist aber auch, dass die Funktion nur dazu dient, Apps oder Ordner zu schützen - beispielsweise als Kindersicherung.