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Die Visionen Löwentrauts Löwentraut legt nach

Bekannt für seine großflächige Kunst: Maler Leon Löwentraut

Bekannt für seine großflächigen Kunstwerke: Maler Leon Löwentraut

(Foto: Geuer &. Geuer)

Ausstellungen in London, New York, Florenz und Singapur: Leon Löwentraut denkt und arbeitet groß. Aus dem Wunderkind der Malerei ist mit nur 23 Jahren ein erfolgreicher junger Künstler geworden. ntv begleitet den Jungstar im Rahmen des ntv Kunstherbsts 2021 in sein neues Atelier.

Er reist um die Welt und zeigt seine großformatigen Leinwandkreationen in den wichtigen Kunstmetropolen. Seine Malerei kommt ausgezeichnet an, Ausstellungen sind bereits nach kürzester Zeit ausverkauft. Schon früh prophezeiten ihm wichtige Akteure in der Kunstszene eine steile Karriere, und sie sollten recht behalten: Leon Löwentraut wird in großen Zeitungen porträtiert und von Berühmtheiten gesammelt. Auf einer aktuellen Warteliste stehen 2.000 Kunden, die ein Bild von ihm haben wollen. Leon Löwentraut ist ein Phänomen des Kunstmarkts. Seine Bilder sind bunt und wirken leidenschaftlich, er bevorzugt große Formate und nennt seinen Stil selbstbewusst "Expressiv-Abstrakt".

Leon Löwentrauts Karriere ähnelt dabei einem Raketenstart. Bereits mit 15 Jahren hatte er eine Ausstellung in einer Galerie, die Presse begann sich früh für das "Wunderkind" zu interessieren. Und auch er selbst war schon immer umtriebig, kontaktierte auf eigene Faust Galerien und Zeitungen: "Wenn ich heute zurückdenke, war ich entweder verdammt mutig oder total verrückt", sagt er in einem Interview mit der WELT. Aber der Erfolg gibt ihm recht. Ein Auftritt in einer Fernsehsendung verschafft ihm auch außerhalb der Nische der Kunst eine Öffentlichkeit. Nach Ausstellungen in Deutschland und Europa zeigen auch Galerien in den USA und Asien seine Werke.

Immer wieder illustrierte er in Interviews seinen Arbeitsprozess: Nächtelang male er in seinem Atelier, fast rauschhaft, und höre dazu Musik. Leon Löwentraut ist für sein Alter nicht nur ein begabter Maler, er versteht es auch gut, sich zu vermarkten. Auf Facebook hat er mehr als 15.000 Fans und auf Instagram, dem Social-Media Kanal seiner Generation, zeigt er seinen über 222 Tausend Abonnenten nicht nur seine Bilder, er präsentiert sich auch selbst: Nachdenklich rauchend, mit nackter Brust bei der Arbeit im Atelier, geschäftsmäßig im Anzug, mit Prominenten auf Veranstaltungen. Er kennt die Mechanismen der sozialen Medien scheinbar intuitiv und weiß diese auch zu nutzen. Mittlerweile vertreten ihn mehrere Galerien international.

Die Geschwindigkeit seiner Karriere scheint den jungen Mann dabei nicht einzuschüchtern. In Interviews benennt er seine Vorbilder und kennt keine Scheu vor großen Namen: Picasso, Basquiat, Pollock und Warhol seien Künstler, die er verehre und von deren Arbeiten er sich inspirieren lasse. Und man kann in seinen Bildern wirklich Ansätze der Bildsprachen und Stile dieser Künstler erkennen, auch deren expressive Ausdrucksstärke. Die Farben der Pop-Art kombiniert er mit der Formensprache der klassischen Avantgarde und mischt Elemente, die an Graffiti und Street-Art erinnern, bei.

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The Global Gate

(Foto: Geuer & Geuer)

Sein kometenhafter Aufstieg hat ihn nun bis zur UN gebracht. Als weltweit erster Künstler wurde Löwentraut 2017 auserwählt, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen künstlerisch zu interpretieren. Unter dem Titel #Art4GlobalGoals hat er sich mit den von über 193 Staaten ratifizierten 17 globalen Zielen zur nachhaltigen Entwicklung künstlerisch auseinandergesetzt und eine eigene Werkreihe geschaffen, die in einer Wanderausstellung bis 2030 auf der ganzen Welt gezeigt wird.

Das Magazin Forbes wählte ihn in diesem Jahr sogar auf Platz 3 der 30 einflussreichsten Persönlichkeiten unter 30 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Entwicklung von Leon Löwentraut halten die einen für atemberaubend und faszinierend, die anderen für das Ergebnis von geschicktem Marketing und vor allem lauter und oft vorlauter Inszenierung. Nicht nur seine Person, sondern auch seine Gemälde polarisieren, irritieren und begeistern – weltweit.

Der Shootingstar Leon Löwentraut hat es schon in jungen Jahren geschafft, erfolgreich eine Nische des Kunstmarktes zu besetzen. Seine steile Karriere ist sicher auch Ausdruck einer Sehnsucht nach dem unverdorbenen Genie, die Galerien, Medien und er selbst erfolgreich und klug bedienen. Bei aller Präsenz, den Vergleichen mit Picasso und anderen Kunst-Stars sollte aber nicht vergessen werden, dass sich hinter der großen Inszenierung ein junger Maler befindet, der sich ausdrücken will: "Kunst kommt aus einem raus. Entweder man ist für die Kunst geboren oder eben nicht."

Wolframs Kons im Gespräch mit Leon Löwentraut

Wolfram Kons im Gespräch mit Leon Löwentraut

(Foto: Geuer & Geuer)

In "Inside Art: Leon Löwentraut – Think Big" trifft Wolfram Kons den Nachwuchskünstler in seinem brandneuen, riesigen Atelier und an einem neuen Fluchtort. Er spricht mit ihm über seine neuesten Werke, erfährt, warum er nach Portugal gegangen ist, warum er immer an mehreren Bildern gleichzeitig arbeitet und was er zur Kritik an seiner Person sagt. "Die Entwicklung von Leon Löwentraut ist extrem außergewöhnlich", resümiert Wolfram Kons. „Vom Malen im Kinderzimmer bis zu Ausstellungen in Florenz und Venedig ist es ein langer Weg. Wir sind ihn von Anfang an mit der Kamera mitgegangen. Leon polarisiert wie wohl kein anderer Künstler in Deutschland zurzeit. Es ist extrem spannend zu sehen, wie sich Fans und Feinde jedes Jahr gewaltig steigern."

Die n-tv Inside Art - Doku "Leon Löwentraut - Think Big" und andere Beiträge aus der Reihe sind jederzeit bei TVNOW abrufbar.

Quelle: ntv.de

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