Der Tag1000 Kontrollen die Stunde: Diese Stadt setzt auf Scan-Autos gegen Falschparker

Sie stehen im Halteverbot oder vor Einfahrten: Falschparkerinnen und Falschparker sind nicht nur ein Ärgernis, sondern ihr Fehlverhalten kann auch mal gefährlich werden. Mannheim ahndet als erste Kommune in Baden-Württemberg mit Hilfe eines Scan-Autos Parkvergehen. Auf Basis der erhobenen Daten sollen laut Stadt und Verkehrsministerium Baden-Württemberg auch Knöllchen verteilt werden. "Mannheim startet als erste Kommune im Pilotprojekt mit der Sanktionierung von Verstößen und setzt damit einen wichtigen Schritt für den Regelbetrieb von Scan Cars um", sagte Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium. Baden-Württemberg hat nach Angaben des Ministeriums als erstes Bundesland eine rechtliche Grundlage für den Einsatz der Fahrzeuge geschaffen. Geahndet werden demnach nur "sicherheitsrelevante Parkverstöße" wie Parken im absoluten Halteverbot oder in Feuerwehrzufahrten.
So funktioniert das Scan-Auto: Die Fahrzeuge haben laut Verkehrsministerium auf dem Dach Kameras installiert, mit denen sie im Vorbeifahren die Nummernschilder von parkenden Autos erfassen können. Demnach können die Scan-Autos Falschparker erkennen – auch Fahrzeuge, die auf Radwegen und Busspuren abgestellt sind. Dem Ministerium zufolge kann ein Scan-Auto in der Stunde bis zu 1000 Fahrzeuge kontrollieren. Ein Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes schaffe zu Fuß nur etwa 50 Fahrzeuge.