Der Tag11-jährige Turnhoffnung stirbt im Bombenhagel Mariupols
Ihre Trainerin Anastasia Meschanenkova schreibt vor ein paar Wochen auf Instagram unter ein Bild, das sie selbst mit fünf kleinen Mädchen, augenscheinlich nach einem Wettkampf zeigt, wobei die Mädchen strahlen und Medaillen und Urkunden in den Händen halten: "Der Weg hierher war nicht einfach, aber was auch immer geschieht, wir haben nicht vor, ihn nicht zu gehen." Eins der Mädchen ist nun tot: Die 11-jährige Turnhoffnung Katya Dyachenko.
Katya Dyachenko "starb unter den Trümmern ihres Hauses in Mariupol", schreibt die ukrainische Parlamentarierin Anna Purtova auf Twitter. Das junge Mädchen soll während der Belagerung der Hafenstadt von einer russischen Granate getötet worden sein.
Die Elfjährige galt als junge Turnhoffnung. "Sie hätte eine glänzende Zukunft als junge ukrainische Meisterin vor sich haben können. Aber in einer Sekunde ist sie einfach weg", so die Abgeordnete weiter. Ihr Tod zieht eine tiefe Trauer in der Turnwelt nach sich: Die ukrainische Kampfrichterin Lidia Vynogradna schreibt: "Sie starb, weil sie auf dem Weg der russischen Armee war, die diese heldenhafte Stadt Mariupol in Schutt und Asche legen wollte. Ihre Trainerin auf dem Foto hat überlebt, und ich kann mir nicht vorstellen, wie sie sich jetzt fühlt." Ihr Vater soll mit ihr gestorben sein, Mutter und Brüder überlebten wohl, allerdings schwer verletzt und ohne Aussicht, aus den Trümmern fliehen zu können.
Meschanenkova beendet ihren Post von vor ein paar Wochen, nicht ahnend, was auf sie zukommen wird, mit den Worten: "Unser Ziel ist es, nicht vom Kurs abzuweichen. Wir werden noch besser und härter trainieren."