Der Tag

Der Tag112 - was man für den Notfall unbedingt wissen sollte

11.02.2026, 10:17 Uhr
Rettungswagen-der-Berliner-Feuerwehr-faehrt-mit-Blaulicht-ueber-eine-Kreuzung-in-Berlin-15-04-2025
Im Notfall zählt jede Sekunde. (Foto: picture alliance / photothek.de)

Der Tag des Notrufs am 11.2. rückt eine Telefonnummer in das Bewusstsein, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheidet. Obwohl die 112 jedem Kind bekannt ist, herrscht im Moment höchster Anspannung oft Unsicherheit darüber, wie ein Notruf effizient abgesetzt wird und was im Hintergrund passiert. Das sollten Sie wissen:

Europaweit gültig ohne Vorwahl

Die 112 ist in der EU und in Ländern wie der Schweiz, Island oder der Türkei kostenfrei erreichbar. Festnetz und Mobilfunk verbinden automatisch mit der zuständigen Notrufzentrale, wobei das Handy sich automatisch in das am stärksten verfügbare Netz einwählt, auch wenn der eigene Anbieter keine Abdeckung hat.

Standortortung durch moderne Technik

Ein häufiges Hindernis bei Notrufen ist die Unkenntnis über den genauen Standort, besonders bei Unfällen in abgelegenen Gebieten oder auf Autobahnen. Smartphones nutzen AML, um bei Wahl der 112 automatisch GPS und WLAN zur Standortbestimmung zu aktivieren und die Daten verschlüsselt an die Leitstelle zu senden.

Vorrang für Notrufe im Mobilfunknetz

Notrufe haben im Mobilfunknetz Priorität, bestehende Verbindungen können unterbrochen werden. Seit einigen Jahren ist jedoch eine aktive SIM-Karte nötig, um Missbrauch durch Scherzanrufe zu verhindern.

Hilfe auch bei Sprachbarrieren und Gehörlosigkeit

Das System der 112 ist auf Inklusion ausgelegt. In den Leitstellen sitzen oft Mitarbeitende, die mehrere Sprachen beherrschen oder bei Bedarf Dolmetscher hinzuschalten können. Für Hör- oder Sprachbehinderte gibt es Hilfe per Notruf-Fax oder Apps wie "nora", die den Standort übermitteln und Textkommunikation ermöglichen.

Quelle: ntv.de