Der Tag165 Millionen Menschen rutschen wegen Krisen unter Armutsgrenze
Einem UN-Bericht zufolge sind 165 Millionen Menschen weltweit zusätzlich unter die Armutsgrenze gerutscht. Grund seien die Covid-Pandemie und die darauffolgenden wirtschaftlichen Verwerfungen. Sie sorgten dafür, dass das täglich zur Verfügung stehende Geld der Betroffenen unter die Schwelle von umgerechnet 3,26 Euro gesunken ist, teilte die UN-Entwicklungsagentur UNDP mit. Insgesamt leben gut 1,65 Milliarden Menschen unter dieser Grenze. "Diese Zahl hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn die Regierungen während der Corona-Krise nicht soziale Programme und Konjunkturpakete aufgelegt hätten", sagte UNDP-Chef Achim Steiner, der ranghöchste deutsche Vertreter bei den Vereinten Nationen. Vor allem für arme Länder sei diese Belastung aber oft nicht tragbar. Dies habe weitreichende soziale Folgen: "Eine Regierung, die keine Ärzte und Krankenschwestern mehr in Krankenhäusern beschäftigen kann, die keine Medikamente für ländliche Gesundheitszentren bereitstellen kann, untergräbt im Wesentlichen die soziale Infrastruktur des Landes", so Steiner weiter. Dies bedeute weniger medizinische Hilfe, weniger Bildung und keine sozialen Sicherheitsnetze, die Menschen entlasten könnten, wenn sie ihre Familie nicht mehr ernähren können.