Der Tag34 Grad Körpertemperatur: Schiffbrüchiger Segler hält sich stundenlang an Reuse fest
Unterkühlt, aber gerettet: Ein 70-jähriger Segler ist in der Ostsee verunglückt und hat sich mehrere Stunden an einer Schwimmreuse festklammert. Reusen sind kegelförmige Vorrichtungen aus Draht, Netz oder Korb mit denen zum Beispiel Fische gefangen werden. Laut Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurde er von einer Besatzung einer Jacht im Stettiner Haff entdeckt. Noch bevor die Seenotretter vor Ort eintrafen, drehte eine zweite Segeljacht bei, um den Schiffbrüchigen zu befreien. Die Bootsbesatzung konnte den Mann erreichen und ihn an Bord nehmen. Anschließend versorgten die Segler ihn mit Decken. Bei dem Manöver verfing sich jedoch der Propeller der Jacht selbst in der Reuse. Die Seenotretter übernahmen die Erstversorgung des Schiffbrüchigen und stellten dabei eine Körpertemperatur von nur noch 34 Grad Celsius fest. Der unterkühlte Mann konnte sein Unglück selbst erzählen: Er sei demnach über Bord seines etwa sieben Meter langen Motorseglers gestürzt. Auf die Reuse habe er sich retten können und dort etwa drei Stunden ausgeharrt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die DGzRS fuhren zurück und befreiten auch die gefangene Segeljacht aus der Reuse.