Der Tag

Der Tag49 Berliner Polizeihunde (plus Herrchen/Frauchen) in Zwangspause

05.01.2022, 12:45 Uhr

Pause für fast 50 Polizeihunde in Berlin - was bedeutet das für die Sicherheit der Stadt? Auf jeden Fall eine sehr große Sicherheitslücke. Was ist da los, warum kann die Berliner Polizei momentan einen Teil ihrer insgesamt 130 Diensthunde nicht einsetzen? Grund ist eine veränderte Tierschutz-Hundeverordnung, die seit dem 1. Januar 2022 gilt. Betroffen davon sind nach Angaben einer Polizeisprecherin alle 49 sogenannten Schutzhunde und deren 49 Hundeführer, darunter auch die Hunde des Spezialeinsatzkommandos (SEK). Die Polizei setzt diese Hunde für das Schützen von Personen und das Fassen beziehungsweise Stellen von Straftätern ein.

Die Ausbildung solcher Schutzhunde geschieht teilweise unter Einsatz von Gewalt. "Sie müssen einen Straftäter auch dann festhalten, wenn er auf sie einschlägt", so ein Polizeibeamter gegenüber der "B.Z.". In der Ausbildung werden Angriffe dieser Art mit den Tieren trainiert. Um einen Angriff zu beenden, zieht der Hundeführer an einem sogenannten Zughalsband. Dadurch bekommt der Hund kurzzeitig keine oder wenig Luft.

Nach der neuen Verordnung, die die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) 2021 auf den Weg brachte, ist das Anwenden sogenannter Strafreize bundesweit in der Ausbildung von Hunden nicht mehr erlaubt. Das Fehlen der Hunde kann fatale Folgen für die innere Sicherheit haben, an einer Lösung wird fieberhaft gearbeitet.

Quelle: ntv.de