Der TagAb Mai akzeptieren die Behörden (fast) nur noch digitale Passfotos

Wer seinen Ausweis oder Reisepass erneuern lassen muss, braucht dafür ab 1. Mai ein digitales Passfoto. Doch übergangsweise werden in Ausnahmefällen auch Papierfotos akzeptiert bis zum 31. Juli. Das teilt das Bundesinnenministerium auf Anfrage mit. Das hat schlicht damit zu tun, dass es wohl Verzögerungen bei der technischen Ausstattung in einigen Bürgerämtern gibt. Über die Ausnahmeregelung hatte zuerst "Bild" berichtet. Eigentlich sollen ab Mai von der Passbehörde nur noch digitale Fotos akzeptiert werden, die entweder direkt in der Behörde angefertigt oder auf einem festgelegten, sicheren Übermittlungsweg von einem Fotostudio dorthin gesendet werden. Bei digitalen Fotos, die elektronisch übersandt werden, prüft die Passbehörde dann auch gleich, ob das übermittelte Bild den Anforderungen an biometrische Fotos entspricht. Die neuen Vorgaben sollen die Gefahr von Fälschungen und Manipulationen verhindern.
Als Ausnahmefall zählt nach Auskunft des Bundesinnenministeriums bis zum 31. Juli auch, wenn ein Bürger oder eine Bürgerin im April ein Foto von sich machen lässt, aber erst im Mai den Termin zur Beantragung des Ausweises hat. Für ein digitales Foto wird eine sogenannte "Lichtbildgebühr" zukünftig fällig in Höhe von sechs Euro. Einige Bürgerbüros in kleineren Kommunen wollen auch aus Rücksicht auf Fotogeschäfte in der Gemeinde auf eigene Fotogeräte verzichten.