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Der TagAbrechnungsbetrug sorgt für Rekordschaden bei Krankenkasse

23.07.2025, 05:59 Uhr

Pflegekräfte, die nie vor Ort gewesen sind, Kurse mit Fantasieteilnehmern und Operationen, die nur auf dem Papier stattgefunden haben: Abrechnungsbetrug hat der KKH Kaufmännischen Krankenkasse im vergangenen Jahr einen Rekordschaden von 5,4 Millionen Euro eingebracht. Das teilte die bundesweit tätige Krankenkasse mit. Im Vorjahr waren es rund 3,5 Millionen Euro.

Den größten Schaden richteten ambulante Pflegedienste an - über 4,1 Millionen Euro. Es gingen 479 neue Hinweise auf mögliches Fehlverhalten im Gesundheitswesen bei der KKH ein. Die meisten Verdachtsfälle entfielen auf die ambulante Pflege (270), dahinter Physiotherapiepraxen (62) und Arztpraxen (21). Die häufigsten Betrugsmaschen: nicht erbrachte Leistungen, unqualifiziertes Personal und fehlende Zulassungen. "Diese illegal erschlichenen Gelder fehlen in der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Versicherten und können sich daneben auch auf die Höhe der Kassenbeiträge auswirken", sagte KKH-Chefermittler Emil Penkov. Hinter den Zahlen steckten teils lebensgefährliche Situationen - etwa, wenn Pflegebedürftige von ungelerntem Personal versorgt würden.

Quelle: ntv.de