Der TagÄrger um hohe Kosten für Regierungsschloss

Im Barockschloss Meseberg, das etwa 70 Kilometer nördlich von Berlin liegt, empfängt Bundeskanzlerin Merkel ab und zu Gäste aus aller Welt. Doch in vier Jahren zwischen 2015 und 2018 wurde das Gästehaus der Bundesregierung nur sehr selten genutzt - verursachte trotzdem Millionenkosten.
Aus der Antwort auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser geht hervor, dass das Schloss in den 1461 Tagen durch die Bundesregierung nur an 32 Tagen genutzt wurde, berichtet die "Bild".
Die im Betrachtungszeitraum entstandenen Kosten für Bewirtschaftung, Bauunterhalt und Personal liegen demnach bei über 4,7 Mio. Euro. Hinzu kommen die Ausgaben für die Überwachung durch die Bundespolizei, die im genannten Zeitraum bei mehr als 15,4 Mio. Euro lagen, heißt es im Zeitungsbericht.
„Die Bundesregierung leistet sich ein Schloss vor den Toren Berlins, doch die Schlossherrin Angela Merkel nutzt es quasi nicht", sagte Strasser der "Bild". "Das kann man dem Steuerzahler nicht erklären. Die hohen Kosten, besonders für die Bewachung durch die Bundespolizei, könnte man viel besser in die Ausstattung von Polizeibeamten investieren."