Der Tag Ärzte sollen Kindern Kochsalz statt Impfstoff gespritzt haben
Die Anschuldigungen wiegen schwer: Ein Arzt und eine Ärztin aus dem Landkreis Gifhorn sollen Kindern und Jugendlichen Kochsalzlösung statt Impfstoff gespritzt haben. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat nun Anklage erhoben.
Der 64-jährige Mediziner soll in 34 Fällen nicht gegen Mumps, Masern und Röteln geimpft haben. Dadurch hätten die Kinder unnötige Schmerzen erlitten, erläuterte die Staatsanwaltschaft. Der Ärztin werden zwei solche Fälle vorgeworfen. Zudem soll der Arzt in 85 Fällen eine Impfung in Impfausweisen bescheinigt, tatsächlich aber nicht vorgenommen haben. Die Medizinerin soll drei falsche Impfungen bescheinigt haben.
Durch die Abrechnung nie erbrachter Leistungen soll den Krankenkassen ein Schaden von 3031,91 Euro entstanden sein. Das Motiv der beiden Mediziner ist nicht bekannt.