Der TagAfD scheitert wieder bei Wahl von Bundestags-Vizepräsident

Die AfD ist im Bundestag schon wieder mit dem Versuch gescheitert, den Posten eines Vizepräsidenten zu besetzen. Ihr Abgeordneter Paul Viktor Podolay erhielt lediglich 189 der benötigten 355 Stimmen. Er war schon beim ersten Wahlgang Ende September durchgefallen. Und er ist beiweitem nicht der erste Kandidat der AfD für den Posten: Schon drei andere Kandidaten - Albrecht Glaser, Mariana Harder-Kühnel und Gerold Otten - hatten sich erfolglos um den Vizepräsidentenposten beworben. Sie alle waren jeweils dreimal bei den Abstimmungen durchgefallen.
Eigentlich steht jeder Fraktion ein Vizepräsidentenposten zu, sie muss für ihren Kandidaten aber eine Mehrheit bekommen. Aus Sicht der AfD ist die Nicht-Wahl ihrer Kandidaten deshalb ein undemokratischer Akt der Ausgrenzung. Die Abgeordneten der anderen Fraktionen begründen ihr Nein teils mit der politischen Einstellung und mit früheren Äußerungen der Kandidaten, teils mit ihrer generellen Ablehnung der AfD.