Der TagAfghanistan: UN-Chef fordert von Taliban Zugang zu Bildung für Mädchen

Dieser Vorstoß ist wohl aus der Kategorie "Versuchen kann man es ja mal ...": UN-Generalsekretär António Guterres fordert von den militant-islamistischen Taliban den freien Zugang zu Bildung für Mädchen. "Von dieser Plattform aus appelliere ich an die Behörden in Afghanistan: Heben Sie unverzüglich alle Beschränkungen für den Zugang von Mädchen zur Sekundarschulbildung auf", sagte Guterres zum Auftakt eines Bildungsgipfels der Vereinten Nationen in New York. Was bleibt einem UN-Generalsekretär auch viel mehr übrig, als scharfe Worte oder dringliche Appelle an jemanden zu richten? Wir sehen ja, wie viel Eindruck das etwa auf Wladimir Putin und seinen verbrecherischen Angriff auf die Ukraine oder Xi Jinping in China macht, was die systematische Unterdrückung und Ausbeutung der Uiguren angeht. Keinen.
Dass die Taliban nicht wirklich auf Wünsche oder Forderungen eingehen, ihre Versprechen brechen und sich nicht an Vereinbarungen halten, haben die Steinzeit-Islamisten seit der Machtübernahme im August 2021 bereits ebenfalls vielfach unter Beweis gestellt. Seitdem gängeln sie junge Mädchen und Frauen, schränken ihre Freiheiten auf das absolute Minimum ein. Man braucht keine Kristallkugel, um herauszufinden, wie der Kurs in Afghanistan in Sachen Frauenrechte wohl weitergeht. Der Afghanistan-Einsatz ist ein Thema, das mich persönlich immer wieder tief beschämt und traurig macht, was die westlichen Staaten dort für eine Figur abgegeben haben: Sie haben die vielen hoffnungsvollen Menschen im Land einfach sich selbst überlassen und den radikalen Islamisten ausgeliefert. Und nun verhallen Appelle von Vertretern internationaler Organisationen wie auch in diesem Fall sehr wahrscheinlich wieder im Wind ...