Der Tag

Der TagAlice Weidel: "Keiner lädt mich ein"

16.07.2022, 12:58 Uhr

Die AfD will den etablierten Medien Konkurrenz machen und die Gründung und Unterstützung alternativer Kanäle prüfen. "Wir kommen nirgends vor, ich werde in keine Talkshows eingeladen - das kann nicht sein", so Bundesparteichefin Alice Weidel am Rande des Parteitags der baden-württembergischen AfD in Stuttgart. Die AfD müsse sich deshalb Gedanken machen, alternative Medienkanäle zu gründen und zu unterstützen.

f385f7d3f6018d06f30536de922f303e
Macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt ... (Foto: IMAGO/Christian Spicker)

Als Bundesvorsitzende werde sie das "zuvorderst vorantreiben", sagt Weidel. Die ganze "Journaille" sei "grün-links besetzt", komme ihrem kritischen Auftrag als vierte Kraft in der Demokratie nicht mehr nach und sei nur noch "Sprachrohr der Regierungspartei", kritisiert Weidel. Es gebe keine unabhängigen Medien mehr und keine kritische Berichterstattung, behauptet sie.

Und um ihre Aussagen auf die Spitze zu treiben, schließt Weidel auch nicht aus, dass sich die AfD bei bestehenden Medienhäusern einkaufen könnte. Das komme auf den Preis an, sagt sie. Hmm, wenn man so oft wie ich bereits als käuflich bezeichnet wurde, dann kommt man jetzt schon ins Schleudern. Oder? Kommt es echt nur auf den Preis an? Kurz mal nachdenken ... Fertig, ging schnell: Nee, kommt es nicht, Klicks hin oder her. Wir hier bleiben neutral wie die Schweiz (außer wir kennzeichnen Texte explizit als Meinungsstücke, Kommentare, Kolumnen, der Name steht drüber!!) In der Südwest-AfD gibt es jedenfalls bereits Pläne, heißt es, sich an lokalen Print- und Onlinemedien zu beteiligen, um sich die gewünschte Aufmerksamkeit zu erkaufen, äh, zu verschaffen.

Quelle: ntv.de