Der TagAllergiker aufgepasst! Die Gefahr durch Ambrosia wächst

Für Allergiker kann die eingeschleppte Pflanze zur Qual werden: Ambrosia-Pollen haben ein fünfmal höheres Allergiepotenzial als Gräserpollen. Die Blütezeit beginne nun auch hierzulande, teilt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst in Berlin mit. "Die vorausgegangene Wärme hat zu einem Entwicklungsschub und ersten deutlichen Belastungen im Südosten Brandenburgs (Niederlausitz) geführt", heißt es in der jüngsten Wochenpollenvorhersage für Deutschland.
Warum ist die Pflanze, die im Fachjargon Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) heißt, so gefährlich für Allergiker?
Ihre Pollen können schon in kleinen Mengen heftige Gesundheitseffekte beim Menschen auslösen - darunter Heuschnupfen, Bindehautreizungen und allergisches Asthma.
Bei einigen Menschen kann schon die Berührung allergische Reaktionen auf der Haut verursachen.
Besonders betroffen sind laut der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst Allergiker, die auf Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) reagieren. Hintergrund ist eine hohe Kreuzreaktivität: Beifußallergiker reagieren auf Pollen beider Arten.
Forschende des Helmholtz-Zentrums in München haben vor Jahren herausgefunden, dass Ambrosia ausgerechnet an Straßenrändern so richtig aggressiv wird. Stickstoffdioxid (NO2) aus Abgasen verursache bei ihr Stress. Dadurch verändere sich die Protein-Zusammensetzung der Pollen. Die Menge sogenannter allergener Proteine werde größer.