Der TagAlmette-Hersteller hält an Russland-Geschäft fest
Der Käsehersteller Hochland hält an seinem Russlandgeschäft fest. "Selbstverständlich verurteilen wir diesen Krieg", sagte Firmenchef Peter Stahl dem "Handelsblatt". "Aus unserer verantwortungsethischen Sicht hat der Verbleib eines deutschen Nahrungsmittelunternehmens in Russland aber keinerlei Einfluss auf den Kriegsverlauf" oder Entscheidungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das Allgäuer Familienunternehmen produziert seit 2000 in Russland. Dort betreibt es drei Käsewerke mit 1600 Mitarbeitern.
Hochland mit den Marken Almette und Grünländer stoppte nach Beginn des Ukraine-Kriegs Werbung und Investitionen in Russland. Firmenchef Stahl sagte der Zeitung, durch den Rückzug westlicher Unternehmen werde das Narrativ von Putin, der Westen sei Feind und Bedrohung, noch bestärkt. Mit den westlichen Sanktionen sollten diejenigen getroffen werden, die den Krieg verursacht haben, nicht die russische Bevölkerung.
Einen Verkauf der Betriebe erwägt Stahl nicht, wie er dem "Handelsblatt" sagte. "Im Zweifel müsste man die Werke an russische Oligarchen verkaufen - für einen Apfel und ein Ei. Wem wäre damit gedient?"