Der TagAmnesty fordert internationale Schutztruppe im Sudan
Es gibt kaum Worte für das Leid, das die Bevölkerung im Sudan erleben muss. Seit mehr als drei Jahren führen die Armee und eine paramilitärische Miliz Krieg gegeneinander. Beiden Kriegsparteien werden Gräueltaten gegen Zivilisten vorgeworfen. In einem Bericht von Amnesty-International geht es um die Verbrechen der RSF-Miliz während ihrer Belagerung der Stadt al-Faschir zwischen 2024 und 2025. Für den Bericht befragte die Menschenrechtsorganisation 247 Opfer oder Zeugen der Verbrechen. Demnach griff die Miliz systematisch Siedlungen rund um al-Faschir an, in denen das Volk der Zaghawa lebte, eine ethnische Gruppe in West-Darfur. Laut Amnesty beging die Miliz ethnische Säuberung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Genannt werden unter anderem Mord, Verschleppung, Inhaftierung, Folter, Vergewaltigung und sexuelle Versklavung. Diese Taten könnten "für das Verbrechen des Völkermords relevant sein", schreibt Amnesty. Die Menschenrechtsorganisation fordert einen sofortigen Waffenstillstand und die Entsendung einer internationalen Truppe zum Schutz der Zivilbevölkerung. Die RSF-Miliz werde "diese Verbrechen immer und immer wieder begehen, bis sie gestoppt wird", sagt Amnesty-Chefin Agnès Callamard.