Der TagAnastasiades: Lösung des Zypern-Konflikts in Sicht
Ja, ich gebe zu, zwischen Flüchtlingskrise in Europa, Schuldenkrise in Griechenland, dem Putschversuch in der Türkei und den Bürgerkriegen in Syrien und Libyen gerät die Krise in dem Land, das geographisch etwa in der Mitte dieser Konfliktherde liegt, etwas in den Hintergrund. Doch der Zypern-Konflikt hält die Vereinten Nationen seit Jahrzehnten auf Trab. Nun zeichnet sich eine Lösung ab:
Zyperns Präsident Nikos Anastasiades hält eine Beilegung des uralten Streits um die Teilung der Insel bis Ende des Jahres für möglich. "Dieses ehrgeizige Ziel ist machbar", sagte Anastasiades in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte.
Bei den Gesprächen zur Überwindung der Teilung Zyperns hatte es nach Einschätzung eines UN-Unterhändlers zuletzt bedeutende Fortschritte gegeben. Kommenden Sonntag ist ein Treffen der Volksgruppenführer der griechischen und der türkischen Zyprer, Anastasiades und Mustafa Akinci, mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York geplant.
Zypern ist nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention seit 1974 geteilt. Als Lösung ist ein föderativer Staat mit zwei Bundesstaaten im Gespräch, einem türkischzyprischen im Norden und einem griechischzyprischen im Süden.