Der TagAngst vor bösem Erwachen: Viele meiden medizinische Informationen
Möglicherweise fühlt sich nun so manch einer ertappt: Rund ein Drittel der Menschen geht Informationen zu schweren Krankheiten wie Krebs und Diabetes aus dem Weg. Das zeigt eine in Berlin veröffentlichte Analyse des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Dazu gehört beispielsweise, Arztbesuche hinauszuzögern oder gar nicht erst wahrzunehmen, medizinische Tests zu meiden oder die Ergebnisse zu ignorieren und Aufklärungsmaterialien links liegenzulassen.
Als Gründe für dieses Verhalten nennen die Experten unter anderem kognitive Überforderung, weil beispielsweise eine Krebserkrankung komplex und aufreibend sein kann. Eine Rolle spielen auch der Eindruck, die Gesundheit nicht selbst in die Hand nehmen zu können, oder die Furcht vor Stigmatisierung etwa durch einen positiven HIV-Test. Aber auch ein mangelndes Vertrauen in das medizinische System und damit eine geringere Hoffnung, gut behandelt zu werden, ist ein Grund.