Der Tag"Antwort" auf Giftattacken gegen Bäume: Frankfurt gestaltet Platz noch grüner
In Hessen war das Entsetzen groß über mehrere Giftattacken auf Bäume im vergangenen Sommer. Die Pflanzen waren durch das bewusste Einspritzen von Pestiziden oft so stark beschädigt, dass sie nicht mehr zu retten waren. Betroffen waren nicht nur Jahrzehnte alte Linden, sondern sogar eine mehr als 200 Jahre alte Eiche in Riedstadt. Auch der Merianplatz in Frankfurt geriet ins Visier von Umweltkriminellen. Nun ist die Stadt dabei, die zwei vergifteten Platanen mit neuen Bäumen und Sträuchern zu ersetzen: Bis Mitte März sollen nun acht junge Bäume in die Erde gesetzt werden und für Begrünung sorgen: zwei Winterlinden, eine Zerreiche, eine Japanische Zelkove, eine Amerikanische Linde, eine Edelkastanie, eine Ungarische Eiche und eine Orientalische Platane. Die neue Bepflanzung soll den zentralen Platz im Nordend aufwerten. Teile des Platzes sollen entsiegelt und Stauden angepflanzt werden. An die gefällten Bäume soll eine Skulptur erinnern. Die Antwort der Stadt scheint also klar zu sein: Die Attacke wird nicht so schnell vergessen und der Platz wird einfach noch grüner.
Das bewusste Vergiften von Bäumen ist übrigens kein Kavaliersdelikt, sondern strafbar und gilt als Sachbeschädigung. Anders als bei den gehäuften Vorfällen in Hessen in 2025 handelt es sich in den meisten Fällen laut Kriminalstatistiken um Streitereien im Privaten. Solche Beschädigungen ziehen dann eher ein Bußgeld oder eine Geldstrafe nach sich. In Großbritannien verurteilte ein Gericht zwei Männer je zu mehr als vier Jahren Haft. Sie hatten die weltbekannte "Robin Hood"-Eiche gefällt, was weltweit für Empörung gesorgt hatte.