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Der TagApotheker-Prozess: Nebenklage sieht Mordversuch
13.11.2017, 11:12 Uhr

Es ist der vielleicht größte Medizin-Skandal in der Geschichte der Bundesrepublik. Mehr als 1000 Krebspatienten soll ein Bottroper Apotheker durch die Ausgabe gepanschter Medikamente gefährdet haben.
Zum Prozessbeginn stellt ein Nebenklage-Anwalt die Zuständigkeit des Gerichts infrage. Dass der angeklagte Apotheker Medikamente gepanscht habe, sei ein Mordversuch aus Habgier, argumentierte Siegmund Benecken, der eine der betroffenen Frauen vertritt. Der Angeklagte habe "aus grenzenloser Menschenverachtung und eiskaltem Gewinnstreben" gehandelt und dabei in Kauf genommen, dass Krebspatienten früher stürben. Das Verfahren gehöre deshalb vor das Schwurgericht, das über entsprechend schwerwiegende Anschuldigungen verhandelt.