Der TagArabella Kiesbauer: "Rassismus wird mich ein Leben lang begleiten"

"In Sachen Alltagsrassismus hat sich leider nicht viel verbessert" - dieses ernüchternde Fazit zieht Fernsehmoderatorin Arabella Kiesbauer rund 26 Jahre nach einem gegen sie gerichteten Briefbombenattentat. Kiesbauer hat sich jahrelang in Deutschland gegen Rassismus engagiert, aber "gerade durch die sozialen Medien ist der Hass überall vertreten - und es hat sich verschlimmert". Das sagte die 52-Jährige dem Magazin "Bunte".
Die Moderatorin ist überzeugt: "Ich weiß, dass Rassismus mich ein Leben lang begleiten wird." Es habe ihn schon immer in jedem Land gegeben, und es werde ihn auch immer geben. "Eine gewisse Sensibilisierung ist wichtig", sagte Kiesbauer. Im Jahr 1995 hatte ein Rechtsradikaler aus Österreich an die Redaktion des Privatsenders Prosieben in München eine Briefbombe geschickt, die an Kiesbauer adressiert war. Eine Redaktionsassistentin wurde verletzt.