Der TagArbeitgeber laufen Sturm gegen Pläne zur Arbeitszeit-Reform
Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums zum Arbeitszeitgesetz lösen helle Empörung bei den Arbeitgebern aus. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Gesamtmetall kritisierten den Entwurf als Bürokratiemonster, das dem Koalitionsvertrag widerspreche. "Dieser Entwurf muss zurückgezogen und völlig überarbeitet werden", sagte BDA-Präsident Rainer Dulger. Er strotze "vor Misstrauen in die Arbeitgeber und ihre Beschäftigten". Die Pläne seien eine "erneute Zumutung". Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Oliver Zander, warf dem Ministerium "Arbeitsverweigerung" vor und nannte den Entwurf eine "Ansammlung gewerkschaftlicher Maximalpositionen".
Ein Referentenentwurf sieht vor, den Acht-Stunden-Tag nicht pauschal abzuschaffen, aber per Tarifvertrag mehr Spielraum für längere Arbeitstage zu schaffen. Das Arbeitsministerium unter SPD-Co-Chefin Bärbel Bas betonte, es handle sich um eine "noch nicht final abgestimmte" interne Arbeitsfassung.