Der TagArktische Kältekeule erwischt uns
Björn Alexander, unser Mann fürs Wetter, hat nochmal den Finger in den Wind gehalten und verrät, ob Sie bereits die Primeln eintopfen dürfen, den Pelz von Oma doch wieder aus dem Keller holen sollten und was dieses Wischi-Waschi-Wetter, vor dem wir ja nur in Richtung Mallorca fliehen könnten, alles mit uns macht.
Ja, es wird noch einmal richtig weihnachtlich so kurz nach Ostern, die arktische Kältekeule hat uns voll erwischt, zumindest nachts. Wir dürfen uns auf Frost oder Bodenfrost freuen. Am kältesten ist es im Bergland mit Tiefstwerten um die -6 bis -15 Grad, zum Teil wird es noch kälter. Okay, da sind wir gerade recht selten, aber auf der Zugspitze (knapp 3000 Meter hoch) kann das Thermometer auf -20 Grad fallen. Der April 2021 ist damit ähnlich kalt wie der vergangene Dezember, die gefühlte Temperatur liegt sogar noch deutlich darunter.
Durch den teilweise stürmischen Wind wird die Körperwärme wesentlich rascher weggeweht als bei Windstille. Dieses erhöhte Fröstelfeeling wird durch die gefühlte Temperatur beschrieben und nennt sich Windchill. Doch nicht nur der Mensch, auch die Natur fröstelt: "Besonders brenzlich wird es überall dort, wo inzwischen schon die ersten Obstbäume oder empfindliche Pflanzen in Blüte stehen", so Meteorologe Alexander, "hier drohen Frostschäden und Ernteausfälle."
Aber auch auf dem heimischen Balkon oder in den Gärten sollten wir noch für Frostschutz sorgen, also Pflanzen abdecken oder reinholen und außenliegende Wasserleitungen gegebenenfalls abdrehen und entwässern. Und einfach noch ein paar warme Gedanken machen.
Oder Gymnastik & Co, denn: Die Sommerfigur wird im Winter gemacht!
Filmtipp: "Magnolien aus Stahl".