Der TagArmenische Geiselnehmer geben auf
Nach zwei Wochen Nervenkrieg ist die Geiselnahme durch Regierungsgegner in Armenien endgültig beendet.
Nachdem sie am Vorabend ihre letzten beiden Geiseln freigelassen hatten, gaben die Bewaffneten auf und verließen das von ihnen besetzte Polizeigebäude. Zwei Polizisten wurden im Zuge der vierzehntägigen Geiselnahme getötet, Tausende Regierungsgegner gingen zur Unterstützung der Geiselnehmer auf die Straße.
Der Einsatz der Sicherheitskräfte sei zu Ende, 20 "Terroristen" seien festgenommen worden, teilten die Sicherheitsbehörden in Eriwan mit.
Eine armenische Internetseite veröffentlichte eine Erklärung, die von einem der Geiselnehmer stammen soll. Die Gruppe sei bereit, aufzugeben, um ein "Blutbad" zu verhindern, heißt es darin. Die Geiselnehmer wollten ihren "Kampf aus dem Gefängnis heraus" fortsetzen und hätten angesichts der Massenproteste "ihr Ziel erreicht".
Rund 20 bewaffnete Anhänger des inhaftierten Oppositionsführers Dschirair Sefiljan hatten das Polizeigebäude am 17. Juli gestürmt. Sie wollten den Rücktritt von Präsident Sersch Sarkissjan sowie die Freilassung von Oppositionsführer Sefiljan erzwingen.