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Der TagArzt warnte frühzeitig vor Coronavirus - jetzt kämpft er um sein Leben

06.02.2020, 18:28 Uhr
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Li Wenliang ringt offenbar mit dem Tod. (Foto: imago images/Ritzau Scanpix)

Li Wenliang, ein Augenarzt aus Wuhan, warnte bereits Ende Dezember als einer der ersten vor dem neuartigen Virus. Das gefiel den chinesischen Behörden aber gar nicht.

Wenliang und sieben weitere Teilnehmer einer Medizinergruppe waren nach ihrer Warnung von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden und mussten unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen.

Jetzt kämpft Wenliang um sein Leben. Nach Angaben der chinesischen staatlichen Zeitung "Global Times" befindet er sich in einem kritischen Zustand und wird künstlich beatmet. Da die Ansteckung von Mensch zu Mensch anfangs nicht bekannt war, haben sich in China in den ersten Wochen viele Ärzte und Pfleger infiziert.

Anmerkung: Die "Global Times" berichtete zunächst, Li Wenliang sei gestorben. Jetzt meldet die Zeitung aber, er sei in einem kritischen Zustand. Demnach hörte sein Herz auf zu schlagen, daraufhin wurde er an eine Maschine zur künstlichen Beatmung angeschlossen.