Der TagAuch in Frankreich gehen Menschen auf Politiker los
Kandidaten im französischen Wahlkampf beklagen körperliche Attacken. Das Innenministerium habe 51 körperliche und verbale Übergriffe auf Bewerberinnen und Bewerber für die 577 Sitze in der Nationalversammlung registriert, sagte Ressortchef Gérald Darmanin dem Sender BFM. Mindestens 30 Verdächtige "mit sehr verschiedenen Hintergründen" seien festgenommen worden. Regierungssprecherin Prisca Thevenot, die für Präsident Emmanuel Macrons Allianz Ensemble kandidiert, berichtete, sie sei attackiert worden, als sie in Meudon bei Paris Wahlplakate aufgehängt habe. Zwei Mitglieder ihres Teams seien ins Krankenhaus gebracht worden.
Die Staatsanwaltschaft teilte mit, sie habe Ermittlungen zu einem Angriff mit einer Waffe auf eine Amtsträgerin eingeleitet. Zum Tatmotiv machte sie keine Angaben. Vier Personen befänden sich im Gewahrsam, darunter drei Minderjährige. Thevenot kündigte bei X an, dass sie weiter Wahlkampf machen werde. "Gewalt ist nie die Antwort", teilte sie mit. Darmanin sagte, die Angriffe hätten sich gegen Kandidaten aus dem gesamten politischen Spektrum gerichtet. "Kandidaten des Rassemblement National (RN) wurden gewaltsam attackiert...(ebenso wie) linke Kandidaten", sagte er.
