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Der TagAuf Gefängnis folgt Höchststrafe: Katholischer Priester kein Kleriker mehr

06.07.2023, 13:58 Uhr

Die katholische Kirche hat einen Priester aus dem Klerikerstand entlassen, der in NRW jahrelang Kinder missbraucht hat und dafür zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden ist. Die Entlassung sei mehr als angemessen, "auch wenn ich weiß, dass das Leid der Betroffenen damit nicht wiedergutgemacht werden kann. Ich stehe für einen konsequenten Weg der Prävention und Aufklärung", wird Kardinal Rainer Maria Woelki in einer Mitteilung des Erzbistums Köln zitiert. Die Entlassung sei die schärfste Strafe, die das Kirchenrecht für einen Kleriker vorsehe. Die Entscheidung wurde demnach von Papst Franziskus auf Woelkis Ersuchen von 2022 hin getroffen. Der Geistliche verliert damit für immer alle mit der Priesterweihe verbundenen Rechte und Privilegien, darf nicht mehr seelsorgerisch und priesterlich tätig sein. Der Priester war im Februar 2022 vom Landgericht Köln zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte von 1993 bis 2018 neun Mädchen in Gummersbach, Wuppertal und Zülpich teils schwer sexuell missbraucht.

Quelle: ntv.de