Der TagAusgerechnet Wagenknecht verteidigt Merz gegen Kritik
Als politische Persönlichkeiten könnten sie nicht unterschiedlicher sein, doch das hält die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht nicht davon ab, CDU-Chef Friedrich Merz dafür in Schutz zu nehmen, dass er im Bundestag zusammen mit der AfD eine Mehrheit für seinen Migrationsantrag erreicht hat. Sie sei wahrlich kein Freund von Merz, man könne ihm aber nicht vorwerfen, etwas zur Abstimmung zu stellen, bei dem SPD und Grüne nicht bereit gewesen seien, irgendeinen Schritt zu gehen. "Wer zustimmt, stimmt zu. Ich finde das völlig albern, sich darüber zu empören", so Wagenknecht im RTL "Nachtjournal Spezial". Offenbar solle nun das große Wahlkampfthema sein, darüber zu sprechen, ob man mit der AfD abstimmen dürfe oder nicht. "Diejenigen, die das machen, machen die AfD stark." Die Brandmauer habe nur dazu geführt, dass sie inzwischen in Umfragen bei über 20 Prozent stehe.
Auf die Frage, ob es sich für sie falsch angefühlt habe, im Parlament neben triumphierenden AfD-Abgeordneten zu sitzen, sagte Wagenknecht: "Es fühlt sich für mich falsch an, dass wir seit Jahren in Deutschland eine Politik haben, die die AfD immer stärker macht." Natürlich fühle es sich nicht gut an, wenn immer mehr Menschen in der AfD eine tatsächliche Alternative sähen - die sie nicht sei. Die Partei nähere sich immer mehr US-Präsident Donald Trump und seinem Verbündeten Elon Musk an. "Sie möchte das Modell der Vereinigten Staaten: eine Rücksichtslosgesellschaft."