Der TagAuswärtiges Amt sprach vor Eritrea-Festival mit Geschäftsträger
Das Auswärtige Amt hat vor den massiven Ausschreitungen bei einem Eritrea-Festival in Gießen ein Gespräch mit dem eritreischen Geschäftsträger in Deutschland geführt. Dabei habe die deutsche Seite am vergangenen Mittwoch deutlich gemacht, "dass innereritreische Konflikte nicht auf deutschem Boden ausgetragen werden dürfen", sagte ein Ministeriumssprecher. Die Bundesregierung verurteile die Gewalt bei dem Festival. Es sei "äußerst bedauerlich, dass es dort zu Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten gekommen ist".
Das Festival war am Wochenende vom Zentralrat der Eritreer in Deutschland veranstaltet worden. Kritiker werfen ihm Nähe zur Regierung des autoritär regierten Landes vor. Bei dem Festival war es schon im vergangenen Jahr zu Ausschreitungen zwischen Teilnehmern und Kritikern gekommen. Bei dem diesjährigen Festival wurden 26 Polizistinnen und Polizisten verletzt, die versuchten, Gegner und Befürworter auseinanderzuhalten. Die Beamten wurden laut der Stadt Gießen mit Stein- und Flaschenwürfen "massiv angegriffen". Laut einem Sprecher des Bundesinnenministeriums wurden 130 Menschen in Gewahrsam genommen, es seien mehr als 125 Strafverfahren eingeleitet worden.