Der TagBUND: Rügen-Straße ist größte Naturzerstörung
Jährlich in den Sommermonaten wälzen sich vornehmlich an den Wochenenden die Blechlawinen auf die Insel Rügen oder zurück Richtung Festland. Während die Überquerung des Strelasunds seit einigen Jahren dank des Rügendamms einigermaßen komfortabel ist, stehen die Autofahrer auf der Insel nach dem Verlassen der Brücke zumeist im Stau - denn die B96 ist lediglich einspurig und kaum zu vermeiden. Das ist mit der Freigabe der B96n vor einigen Wochen nun etwas angenehmer.
Doch für den BUND des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist der Bau die größte Umweltsünde des Jahres im Land. Die Straße begrabe "100 Hektar Boden unter Asphalt, davon 13 Hektar Wald. Über 100 Alleebäume sind dafür gefällt worden", heißt es. Auf den Plätzen folgen übrigens der Helikoptereinsatz mit giftigen Bioziden im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner sowie der Umgang des Landes mit dem Bio-Ethanol-Skandal in Anklam, als Millionen Liter in die Peene flossen und ein Massensterben bei Fischen auslöste.