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Der TagBackhaus schiebt Verantwortung für Buckelwal-Transport von sich

04.06.2026, 16:40 Uhr

War der Transport des Buckelwals von der Ostsee zur Nordsee in einem Lastkahn ein Fall von Tierquälerei? Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sieht möglichen Ermittlungen in dieser Sache betont gelassen entgegen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern habe von der privaten Initiative, von der der Rettungsversuch ausging, eine Haftungsfreistellung bekommen, sagte Backhaus in der Fragestunde des Landtags in Schwerin. "Die volle Verantwortung hat diese Initiative übernommen." Das Land habe die Aktion geduldet.

Das Tier, das auch "Timmy" oder "Hope" genannt wurde, war im März und April mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Gegen den Rat von Wissenschaftlern duldete Backhaus einen privaten Rettungsversuch. In einer Barge wurde der Meeressäuger zur Nordsee gezogen und freigelassen. Knapp zwei Wochen später spülte das Meer den toten Wal an der dänischen Insel Anholt an. Dort findet im Laufe des Nachmittags die Obduktion des Kadavers statt, um festzustellen, woran das Tier letztendlich gestorben ist. Auf dem Hoheitsgebiet Mecklenburg-Vorpommerns sei dem Wal kein Schaden zugefügt worden, betonte Backhaus. Was in den Gewässern Schleswig-Holsteins und Dänemarks passiert sei, die auf dem Weg der Barge mit dem Tier in Richtung Nordsee durchquert wurden, "entzieht sich unserer Kenntnis". Dies sei nicht die Verantwortung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: ntv.de