Der TagBaerbock beißt bei Netanjahu auf Granit
War ihre Reise nach Israel umsonst? Bundesaußenministerin Annalen Baerbock ist bei ihren Bemühungen um eine Zurückhaltung Israels nach dem Angriff durch den Iran bei Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf Widerstand gestoßen. Netanjahu dankte der Grünen-Politikerin und dem britischen Amtskollegen David Cameron für ihre Unterstützung. Entscheidungen über seine Sicherheit fälle Israel aber selbst, erklärt der 74-Jährige nach einem Treffen mit den beiden Ministern in Israel. "Ich will ganz deutlich sein - wir werden unsere eigenen Entscheidungen treffen und der Staat Israel wird alles Notwendige tun, um sich selbst zu verteidigen."
Baerbock rief kurz vor ihrem Rückflug Israel nochmals zur Zurückhaltung auf. "Ich rede hier nicht von klein beigeben. Ich rede hier von einer klugen Zurückhaltung, die nichts weniger ist als Stärke", sagte sie. Diese Stärke habe Israel mit seinem "Defensivsieg" am vergangenen Wochenende schon gezeigt, "dadurch, dass es sich mit starken Partnern und Staaten der Region verteidigen kann, und dadurch, dass es dem iranischen Regime damit deutlich gemacht hat, wie sehr Iran sich verrechnet hat und in der Region isoliert dasteht".