Der TagBahn-Chef verlangt mehr Förderung für hohe Bahntrassen-Preise
Der Chef der Deutschen Bahn, Richard Lutz, sieht dringenden Handlungsbedarf bei den stark gestiegenen Trassenpreisen für Eisenbahnunternehmen. Ohne eine höhere Förderung seitens der Politik drohe eine Angebotsreduzierung im Fernverkehr, sagt Lutz.
Bei den Trassenpreisen handelt es sich um eine Art Maut, die die Unternehmen für die Nutzung der Schiene an die Bahn-Infrastruktur-Tochter DB InfraGo entrichten müssen. Das gilt auch für die Fern-, Regional- und Güterverkehrssparten des bundeseigenen Konzerns. Das Geld soll unter anderem für die Instandhaltung des Netzes verwendet werden.
"Wenn die diesjährige Trassenpreisförderung und die spätere Reform des Trassenpreissystems nicht in ausreichendem Maße erfolgt, dann muss der Fernverkehr aus seiner unternehmerischen Verantwortung heraus sein Angebot auf wirtschaftliche Tragfähigkeit überprüfen und gegebenenfalls anpassen", so Lutz. "Das könnte dem politischen Ziel der Verkehrsverlagerung auf die klimafreundliche Schiene zuwiderlaufen."
Die Trassenpreise werden von der InfraGo berechnet und müssen von der Bundesnetzagentur genehmigt werden. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren für 2026. Im Raum steht eine Steigerung für den Regionalverkehr von 23,5 Prozent. Auf den Fernverkehr kämen um 10,1 Prozent höhere Preise zu. Im Güterverkehr sollen sie sich um 14,8 Prozent erhöhen.