Der Tag

Der TagBahn-Vorstand wehrt sich gegen Frauenquote

09.10.2020, 14:27 Uhr

Die Bundesregierung will das Gleichstellungsgesetz auf große Firmen im Staatsbesitz ausdehnen. Unternehmen wie die Deutsche Bahn müssten dann eine Frauenquote von 50 Prozent in Führungspositionen erfüllen und die Zahl ihrer Gleichstellungsbeauftragten aufstocken. Dagegen scheint sich die Bahn allerdings zu wehren, berichtet der "Spiegel".

  • Das Vorhaben sei "mit erheblichen negativen Auswirkungen verbunden", warnten Bahn-Chef Richard Lutz, Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und Personalchef Martin Seiler Mitte Juni demnach in einem Brief an Finanzminister Olaf Scholz und Familienministerin Franziska Giffey sowie an Verkehrsminister Andreas Scheuer.

  • Die Manager befürchten durch die vorgeschriebene Förderung von Frauen "eine Verschärfung des ohnehin gravierenden Fachkräftemangels in technisch-operativen Berufen bei der DB", wie der "Spiegel" aus dem Brief zitierte. Das Ziel, in den nächsten Jahren rund 100.000 neue Mitarbeiter einzustellen, werde "unter diesen Rahmenbedingungen erheblich erschwert".

Quelle: ntv.de