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Der TagBamf-Chefin verteidigt Handy-Auswertung
30.08.2017, 08:04 Uhr
Das Flüchtlings-Bundesamt will ab nächstem Monat die Handys von Asylbewerbern auslesen. Bamf-Chefin Jutta Cordt sagt, die Handy-Daten sollten nur genutzt werden, "wenn wir Zweifel an der Herkunft haben, die wir nicht anders verifizieren können". Kritiker sprechen von einem Eingriff in die Bürgerrechte.
Cordt erklärt, wie das Ganze ablaufen soll: Wenn die Asylbewerber zum ersten Mal Kontakt mit dem Bamf haben, werden ihre Geräte ausgelesen. "Das wird dann aber in einen technischen Safe gelegt - damit kein Unbefugter dran kommt."
Erst wenn in der Anhörung klar werde, dass man die Daten braucht, müsse ein Volljurist sie freigegeben.
Etwa 60 Prozent der Asylbewerber kommen nach Bamf-Schätzungen ohne Identitätsdokument in Deutschland an.