Der Tag

Der TagBankmanager suspendiert nach Spott über "schrille Warnungen" vor Klimawandel

23.05.2022, 16:34 Uhr

Belege in etlichen wissenschaftlichen Studien können Stuart Kirk offenbar nicht von den gefährlichen Folgen des Klimawandels überzeugen, obwohl er als Leiter der Abteilung für verantwortungsbewusstes Investieren bei der Großbank HSBC arbeitet. Auf einer Konferenz in London vergangene Woche hielt Kirk einen Vortrag mit dem Titel "Warum Investoren sich nicht über den Klimawandel sorgen müssen". Er spottete laut Bericht der "Financial Times", es gebe "immer irgendeinen Durchgedrehten, der mir vom Ende der Welt erzählt". In einer Präsentation Kirks hieß es demnach, "nicht fundierte, schrille, parteiliche, eigennützige, apokalyptische Warnungen" seien "immer falsch".

Kirk soll der UNO und der britischen Zentralbank vorgeworfen haben, die finanziellen Risiken des Klimawandels übertrieben zu haben. "Wen kümmert es, wenn Miami in hundert Jahren sechs Meter unter dem Meeresspiegel liegt? Amsterdam liegt schon seit Ewigkeiten sechs Meter unter dem Meeresspiegel und es ist ein echt netter Ort." Nun teilte die HSBC mit, Kirk sei freigestellt worden, solange die Bank den Vorgang untersuche. Unternehmenschef Noel Quinn erklärte in dem Karrierenetzwerk Linkedin, Kirks Aussagen entsprächen nicht den Ansichten der HSBC-Führung.

Quelle: ntv.de