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Der TagBayern muss Justizopfer Mollath 600.000 Euro zahlen

12.11.2019, 13:36 Uhr
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Mollath wurde fälschlicherweise für mehrere Jahre in einer Psychiatrie untergebracht. (Foto: picture alliance/dpa)

Zu Unrecht und gegen seinen Willen wurde Gustl Mollath mehr als sieben Jahre in einer Psychiatrie untergebracht. Er verklagte den Freistaat Bayern - und bekommt jetzt 600.000 Euro. Es sei eine entsprechende gütliche Einigung zwischen Mollath und Bayern erzielt worden, teilte das Landgericht München I mit. Mollath wollte ursprünglich 1,8 Millionen Euro, was das Land ablehnte. Er fand dagegen die vom Freistaat angebotenen 170.000 Euro inakzeptabel.

Der Fall Mollath gilt als einer der größten Justizskandale der jüngeren bayerischen Geschichte. Ihm wurden Wahnvorstellungen unterstellt, nachdem er über Schwarzgeldgeschäfte seiner Frau berichtete. Später stellten sich seine Vorwürfe als wahr heraus.