Der TagBericht: Bundeswehr will intern Mitglieder der AfD-Jugendorganisation aufspüren
Die Bundeswehr sucht nach "Spiegel"-Informationen in den eigenen Reihen nach Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation JA. Der Bundeswehr-Geheimdienst MAD habe alle Soldaten, die sich privat für die rechtsextreme Junge Alternative engagieren, aufgefordert, ihre Mitgliedschaft umgehend beim Dienstherrn anzugeben, berichtete das Magazin.
Der "Spiegel" berief sich auf eine Meldung des Militärischen Abschirmdienstes im Intranet der Truppe von Anfang der Woche. Darin hieß es demnach, die Mitgliedschaft in einer als gesichert rechtsextremen Organisation werde immer als "tatsächlicher Anhaltspunkt" für Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gewertet.
Die JA versucht gezielt, Bundeswehrangehörige als Mitglieder zu werben. Der Chef der JA, Hannes Gnauck, ist selbst Soldat. Gegen den AfD-Abgeordneten wurde allerdings bereits vor seinem Einzug in den Bundestag ein Uniformtrage- und Dienstverbot verhängt.