Der TagBericht: Epstein versuchte, Putin zu treffen
Aus den neuesten Epstein-Veröffentlichungen des US-Justizministeriums geht laut einem Medienbericht hervor, dass der verurteilte Sexualstraftäter den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen wollte. Wie die "Washington Post" berichtet, belegen die Dokumente, dass Epstein über Jahre hinweg wiederholt versuchte, ein Treffen mit Putin zu arrangieren. Epstein habe mehrere hochrangige Russen persönlich getroffen und mit ihnen korrespondiert. Die Akten würden laut Bericht auch Beweise dafür enthalten, dass der US-Amerikaner einen ehemaligen Anführer einer kremlfreundlichen Jugendbewegung einspannte, der einst von Putin mit einer Medaille ausgezeichnet worden war, um sein öffentliches Image aufzupolieren.
Putins Name taucht laut "Washington Post" in den freigegebenen Akten des US-Justizministeriums mehr als 1000 Mal auf. Doch die meisten dieser Erwähnungen würden aus Zeitungsausschnitten und Medienzusammenfassungen stammen, die Epstein erhielt, und nicht aus seiner persönlichen Korrespondenz.
Epsteins private E-Mails sollen aber wiederholte Versuche in den 2010er-Jahren belegen, ein Treffen mit dem russischen Präsidenten zu arrangieren, oft über den ehemaligen norwegischen Ministerpräsidenten Thorbjørn Jagland. In den Akten des US-Justizministeriums gebe es jedoch keine Hinweise, dass ein solches Treffen jemals stattgefunden habe. Inzwischen ermittelt Norwegens Polizei gegen Jagland. Es bestehe der Verdacht der schweren Korruption, teilte die für Wirtschaftskriminalität zuständige Strafverfolgungsbehörde Ökokrim mit. Anklage gegen Jagland wurde bislang nicht erhoben.