Der TagBericht: Linksextremismus könnte in Morde umschlagen
Der Berliner Verfassungsschutz schlägt Alarm: Nach den Krawallen um ein teilweise besetztes Haus in Berlin rechnet die Behörde angeblich mit einer Zunahme linksextremistischer Gewalt. Es sei damit zu rechnen, dass "die Hemmschwelle gegenüber Leib und Leben noch weiter sinkt und auch der Schritt zur gezielten Tötung des politischen Gegners nicht mehr völlig undenkbar scheint", heißt es in einer internen Lageeinschätzung der Verfassungsschützer, aus der der "Focus" zitiert.
Bei einer Demonstration von rund 3500 Menschen gegen die Teilräumung eines besetzten Hauses im Stadtteil Friedrichshain und die dortige Polizeipräsenz war am Samstag heftige Gewalt ausgebrochen. Es habe einen starken "Solidarisierungseffekt" mit den Tätern weit über Berlin hinaus gegeben, heiße es in der Lageeinschätzung. Die militanten Akteure hätten es geschafft, "eine zuvor zutiefst gespaltene und zerstrittene linksextremistische Szene zumindest temporär hinter sich zu bringen und im Kampf gegen aus ihrer Sicht politische und polizeiliche Willkür zu vereinen".